Therapie - Photodynamische Therapie

Die Photodynamische Therapie dient zur Behandlung von schädlichen Blutgefäßneubildungen, die unter der Netzhaut im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut (Makula) auftreten können ( Abb. 1). Blutgefäßneubildungen der Makula können bei folgenden Erkrankungen entstehen:

  • bei alterskorrelierter Makuladegeneration (sog. feuchte Makuladegeneration),
  • als Folge von Kurzsichtigkeit (Myopie),
  • nach Entzündungen der Aderhaut und
  • bei zahlreichen weiteren aber seltenen Netzhauterkrankungen.

 

Die Blutgefäßneubildungen haben die Eigenschaft, rasch zu wachsen und gefährden dadurch akut das Sehvermögen des Patienten.

Für die Photodynamische Therapie wird dem Patienten ein Photosensibilisator (VisudyneR) intravenös injiziert. Die Substanz hat die Eigenschaft, sich an neugebildete Gefäße im Körper zu binden und reichert sich daher in der erkrankten Stelle des Augenhintergrundes an. Dieser Vorgang dauert etwa eine Viertelstunde. Anschließend wird die erkrankte Stelle am Augenhintergrund durch den Arzt unter Sichtkontrolle mit einem roten Laserlicht bestrahlt ( Abb. 2), welches keine Erhitzung der Netzhaut auslöst, sondern nur den Photosensibilisator aktiviert.

Durch die Aktivierung schädigt der Photosensibilisator die neugebildeten Blutgefäße von innen, so dass eine Thrombose der krankhaften Gefäße entsteht und sich diese verschließen. Das umliegende gesunde Gewebe wird geschont. Die gesamte Behandlung ist schmerzfrei.

Der Effekt der Photodynamischen Therapie hält mehrere Monate an und kann durch die Kombination mit einer intraokularen Injektion in seiner Wirkdauer noch verlängert werden. Regelmäßige Kontrollen des Befundes sind aber erforderlich.

 
Farbstoffdarstellung einer krankhaften Blutgefäßneubildung (Neovaskularisation) im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut
Abb. 1: Farbstoffdarstellung einer krankhaften Blutgefäßneubildung (Neovaskularisation) im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut.
 
Bestrahlung der Neovaskularisation mit dem roten Laser, nachdem der Photosensibilisator intravenös injiziert wurde
Abb. 2: Bestrahlung der Neovaskularisation mit dem roten Laser, nachdem der Photosensibilisator intravenös injiziert wurde

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