Therapie - Lasertherapie

Viele Erkrankungen der Netzhaut können zu Blutungen und Wassereinlagerungen (Makulaödem) am Augenhintergrund sowie zur Entstehung von schädlichen Blutgefäßneubildungen, sogenannten Neovaskularisationen führen. Typische Erkrankungen, welche diese Veränderungen hervorrufen, sind:

  • die diabetische Netzhauterkrankung
  • Thrombosen der Blutgefäße der Netzhaut
  • die altersbedingte Makuladegeneration
 
Schematische Darstellung einer Lasertherapie am Augenhintergrund
Schematische Darstellung einer Lasertherapie am Augenhintergrund
Neben der Injektion von Medikamenten in den Glaskörperraum und der Netzhaut-Glaskörperchirurgie ist die Laserbehandlung der Netzhaut weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der adäquaten Therapie dieser schweren und das Sehvermögen bedrohenden Erkrankungen. Mit der Lasertherapie können neugebildete krankhafte Blutgefäße verödet werden, undicht gewordene Blutgefäße abgedichtet und die Entstehung neuer schädlicher Blutgefäße verhindert werden.

Je nach Lage, Größe und Aussehen der Veränderungen am Augenhintergrund ist die Verwendung unterschiedlicher Laser-Wellenlängen zur Behandlung der Erkrankung notwendig. Uns stehen mehrere Geräte mit insgesamt fünf verschiedenen Wellenlängen zur Verfügung:

  • 488 nm   (blau)
  • 514 nm   (blaugrün)
  • 810 nm   (infrarot)

Die Behandlung erfolgt ambulant in unserer Praxis am Marienplatz. Die Pupille wird für die Behandlung mit Tropfen weit gestellt. Sie dürfen daher nach der Behandlung für vier Stunden kein Kraftfahrzeug lenken.

Nach oberflächlicher Betäubung des Auges mit Tropfen setzt der Arzt ein Kontaktglas auf das Auge (siehe Abbildung) und führt die Lasertherapie am sitzenden Patienten durch. Die Behandlung dauert typischerweise etwa 10 Minuten und ist nahezu schmerzfrei. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen sind häufig mehrere Therapiesitzungen in mehrwöchigen Abständen erforderlich. Auch muss der Befund oft über einen längeren Zeitraum nachkontrolliert werden.

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